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  Italien 2013 16.12.2017 05:15 (UTC)
   
 

Italien 2013

Dieser Radsommer brachte ein Novum: Erstmals befuhr ich keine neuen Pässe, sondern "gönnte" mir - teils zusammen mit meinen Freunden Ronald und Wolfgang - einige Leckerbissen, die es mir besonders angetan hatten, erneut. Aus diesem Grund gibt es heuer auch keine Untermenüpunkte (in denen die Pässe explizit vorgestellt werden), sondern ich möchte meine Erfahrungen in Form eines zusammenhängenden Textes zum Besten geben. Selbstverständlich gibts für alle "Neugierigen" die entsprechenden Links zum Durchklicken.

Die erste Woche verbrachte ich in Dorf Tirol, im Hotel "Herz", welches mit ebensolchem geführt wird. Vor allem die Kinder können sich nach Herzenslust austoben (zwei Pools, davon einer in der Halle, ein kleines Fußballfeld). Für radsportlich Ambitionierte bildet Dorf Tirol den Ausgangspunkt für viele anspruchsvolle Pässetouren, wovon wir uns mit dem Timmelsjoch eine der schwersten im gesamten Alpenraum herausgesucht hatten.

Blieb noch der Stilfser-Joch-Radtag, der im letzten Jahr wegen eines Kälteeinbruchs und Schneefalls nur von den ganz Hartgesottenen wahrgenommen wurde. Dieses Mal spielte Petrus wieder mit, und es war (neben der außergewöhnlichen Anstrengung natürlich) wieder ein Erlebnis, einen der schönsten und höchsten Pässe der Alpen wieder unter die (Renn-)Räder zu nehmen.



Timmelsjoch (2509 m)

Eine der größten, wenn nicht die Herausforderung im gesamten Alpenraum ist es, mit dem Rad hoch zum Timmelsjoch zu fahren. Und zwar von "ganz unten", also von Meran aus, wo das Passeiertal seinen Anfang nimmt und in mediteranem Klima Palmen wachsen, bis zur Passhöhe mitten im Hochgebirge. Und das bedeutet: 48 Kilometer nur bergauf, mit abschnittsweise knackigen Steigungsprozenten, und insgesamt über 2200 Höhenmeter. Garniert wurde dieses tolle Radsportgericht für uns noch durch Temperaturen jenseits der 30 Grad, was letztlich dazu führte, dass ich gut 6 Liter Flüssigkeit gebraucht habe. Wohlgemerkt nur für den Anstieg...
Nachdem ich das Timmelsjoch bereits zweimal von St. Leonhard aus befahren hatte (detaillierte Beschreibungen gibt es
hier und hier), wusste ich, was auf mich (bzw. uns - mit dabei waren meine Mitstreiter Ronald und Wolfgang) zukommen würde. Die Folgen einer leichten Darminfektion, die mich 2 Tage vorher geplagt hatte, unterschätzte ich hingegen gewaltig. Liefen die ersten 25 Kilometer noch wie am Schnürchen, machten mir die hier anstehenden ersten steileren Stücke bereits zu schaffen - und in der Kehrengruppe hinter Moos hatte ich meinen ersten toten Punkt. Die Streckenabschnitte in diesen Serpentinen sind wirklich steil, vor allem, wenn man sie mit den eher moderaten Dolomitenanstiegen vergleicht. Doch irgendwie gings doch weiter, und das Flachstück bis zum Gasthof Schönau (10,5 km vor der Passhöhe)  kam wie gerufen zur Erholung.
In dieser Gaststätte gabs Stärkung im Form von Spaghetti und dazu eiskalte Getränke (welcher Fehler!!). Vor Augen hatten wir den furchterregenden Steilhang, an dem die Straße in vielen Kehren und in den nackten Fels gehauen hoch zum Scheiteltunnel führt. Dieser Streckenabschnitt machte dann erst mich und dann Wolfgang platt, aber hoch kamen wir letztendlich alle drei. Chapeau vor allem vor der Leistung von Wolfgang: Es war sein erster Alpenpass, und dann gleich dieser Brocken.
Hier einige Fotoeindrücke:

 


Mit Mitstreiter Wolfgang vor dem Start in Dorf Tirol




Kurz vor Moos wird es erstmals steiler




Kehre kurz hinter Moos. Dieser Streckenabschnitt ist mit der schwierigste.




Kehrengruppe 8 km vor der Passhöhe. Es geht endgültig ins Hochgebirge.




Phantastisches Panorama




Immer höher geht es den Steilhang hinauf




Wolfgang kämpft sich zur vorletzten Kehre




Vorletzte Kehre vor dem Scheiteltunnel




Am Ziel: Wolfgang, ich, Ronald




Wolfgang und Ronald bei der Abfahrt

Mendelpass (1363 m ) / Gampenjoch (1518 m)

Unsere zweite Tour war ich ebenfalls bereits 2009 gefahren. Dass der Mendelpass mit seinen knapp 1000 Höhenmetern nicht im Vorbeigehen zu fahren ist, hatte ich bereits damals zu spüren bekommen. Wegen seines gleichmäßigen Anstiegs und der teilweise atemberaubenden Aussicht hinunter nach Bozen, ins Etschtal, zum Kalterer See und weit hinein in die Dolomiten sollte er aber bei keinem auch nur halbwegs ambitionierten Pässefahrer in der Sammlung fehlen. Die "Zugabe" zum Monte Penegal (kurz hinter der Passhöhe gehts rechts ab und dann auf 4 km mit teilweise 18 % Steigung hoch) schenkten wir uns auch diesmal - die Aussicht war wegen des Dunstes nicht wirklich lohnend. Während des Anstiegs zum Gampenjoch zog ein Gewitter auf, welches sich zum Glück erst nach unserer Ankunft in Nals (nach atemberaubender Abfahrt) austobte.
Auch dazu einige Fotoimpressionen:





Wolfgang und Ronald vor dem Start in Nals




Blick Richtung Bozen und Etschtal. In der Bildmitte sind die unteren Kehren
zu erkennen.




Ausgesetztes Straßenstück mit tollem Talblick




Blick auf den Kalterer See




Ronald und Wolfgang auf der Passhöhe des Mendelpasses




Ronald und ich auf der Passhöhe des Gampenjochs


 



 
  Letztes Update: 02.10.2017
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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