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  Arlbergpass 23.04.2018 20:51 (UTC)
   
 
Arlbergpass (1795 m)

Mein zweites Ziel während meines Kurzaufenthaltes in Bludenz war der Arlbergpass. Diese Straße war einst, bevor man den Arlberg mit einem 15 Kilometer langen Straßentunnel durchstieß, die wichtigste Verbindungsroute von Vorarlberg nach Tirol. Bei Radfahrern besitzt dieser Pass eher den Ruf einer grauen Maus und wird oft nur in Kombination mit anderen Pässen in der Umgebung gefahren.
Für mich war er jedoch nach der Silvretta-Anstrengung vom Vortag genau richtig, zumal ich auch zeitlich etwas eingeengt war. Dennoch konnte man in keinster Weise von einem "Nebenbei-Mitnehmen" sprechen, denn immerhin betrug die einfache Entfernung von Bludenz zur Passhöhe 34 Kilometer.
Auf der 20 Kilometer langen Anfahrt durch das Klostertal floss bei über 25 Grad im Schatten auf zwei ansprechenderen Abschnitten mit knapp 6 % Steigung der erste Schweiß. Das teilweise sehr enge Tal selbst hat durch die Arlberg-Schnellstraße (einige gräßliche Beton-Brückenbauwerke) und die unvermeidliche Hochspannungsleitung viel an Attraktivität eingebüßt; dennoch zeugen zahllose Hotels und Pensionen vom nach wie vor ungebrochenen Tourismus.
Bei genauerem Hinsehen entdeckt man aber immer wieder so manches Kleinod:


Wasserrad im oberen Teil des Klostertals

Auch wird dem aufmerksamen Radfahrer schnell klar, warum man sich im Klostertal befindet: Viele schmucke Kirchen und Kapellen säumen den Weg.
Ab Kilometer 21, direkt hinter dem Ort Klösterle, wird es dann aber sportlich interessant. Nur an wenigen Stellen fällt die Steigung nun bis zu Passhöhe noch unter 7 Prozent. Hindurch durch eine Tunnel-Galerie-Kombination, trifft man bald auf den erste wirklich unangenehmen Abschnitt: Eine nur knapp 2 Meter breite Umfahrung eines Tunnels, der für Radfahrer gesperrt ist. Ohne Serpentinen gehts hier ziemlich steil nach oben; an einer Stelle muss man sogar absteigen und eine Absperrung beseitigen (über deren Sinn war weder ich noch ein mittlerweile hinzugekommener Mitstreiter in der Lage, sich einen Reim zu machen).
Zurück auf der Hauptstraße, führt ein kurzes Flachstück zum Ort Stuben. Hier beginnt das schönste Stück dieser Passstraße: über mehrere Serpentinen schraubt sich die Strecke nach oben, und immer hat man am gegenüberliegenden Berghang die Galerien der Anfahrt zum nahen Flexenpass im Blick.


In den Kehren der Arlberg-Passstraße. In der Mitte der Tunnel, den ich umfahren musste.



Blick von der Arlberg-Passstraße auf die Galerien der Flexenpassstraße
 
Die folgenden 2 Kilometer waren dann die schwierigsten, denn fast schnurgerade und mit über 10 Prozent Steigung verläuft die Straße direkt an einer senkrechten Felswand entlang. Hat man dieses Stück überwunden, kommen einem die durchschnittlich 7 Prozent bis zur Passhöhe regelrecht einfach vor. Die Landschaft hat sich mittlerweile richtig verwandelt: Dominierten bis Stuben noch Fichtenwälder, so bekam ich jetzt nur noch Grasbewuchs und viel nackten Fels zu sehen.

Die Passhöhe selbst war die vielleicht hässlichste, die ich bisher zu sehen bekam. Nicht einmal ein "richtiges" Passschild gibt es; stattdessen muss der Gipfelstürmer auf der anderen Seite ein paar Meter hinunterfahren, um wenigstens dieses werbetafelähnliche Hinweisschild zu entdecken.

Ansonsten gibts die obligatorischen Ramschläden und Souvenirstände - und da auch die Aussicht keine berauschende war, beschloss ich, nach Unterhemdenwechsel sofort wieder nach Bludenz zurückzufahren.
Somit war der Arlbergpass für mich nichts anderes als ein netter Vormittagsausflug, der aber doch seinen sportlichen Wert besaß. Knapp 68 Kilometer und über 1200 Höhenmeter sind ja durchaus kein Pappenstiel.


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  Letztes Update: 01.04.2018
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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