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  Dreipässetour 16.12.2017 05:15 (UTC)
   
 

Monte-Averau-Runde (Dreipässetour)

Passo Falzarego (2105 m) - Passo Valparola (2192 m) - Passo Giau (2236 m)

Unsere erste Tour führte uns - grob ausgedrückt - um das Massiv des Monte Averau herum. Dabei galt es die Pässe Falzarego und Giau sowie - sozusagen zur Einstimmung - den Anstieg nach Colle Santa Lucia zu bezwingen. Dazu nahmen wir sozusagen im Vorübergehen noch den Passo Valparola mit, der nur 1,5 Kilometer von der Passhöhe des Falzarego entfernt liegt
Nach der Abfahrt von Santa Fosca durch Selva di Cadore hindurch (auf der wir gut 150 Höhenmeter verloren) mussten wir links abbiegen (geradeaus begann sofort der Anstieg zum Giau). Der Anstieg hinauf nach Colle Santa Lucia war kein Problem und führte - immer an einem Talhang entlang - durch kleine Orte und Weiler bis zu einem Aussichtspunkt (super Blick hinunter nach Caprile, zum Alleghesee und zur Civetta). Diesen ließen wir aber links liegen und nahmen die Abfahrt hinunter zum Beginn des Falzaregoanstiegs.


Andi an der Abzweigung Richtung Falzarego

Eigentlich fängt dieser Anstieg schon in Caprile an; von dort aus ist er 21 Kilometer lang mit 1100 Höhenmetern. Für uns blieben davon aber "nur" 16 Kilometer, auf denen wir etwas mehr als 800 Höhenmeter überwinden mussten. Die ersten Kilometer führten nur durch Wald und ließen sich leicht fahren. Erst nachdem wir uns auf die Große Dolomitenstraße begaben, nahm die Steigung zu. Erste weit gezogene Kehren führten durch Wiesenlandschaft, bevor die Straße wieder im Wald verschwand. Sie ließ sich wunderbar fahren, es herrschte kaum motorisierter Verkehr und war in gutem Zustand. Dazu ließ sich bei durchschnittlich 6 Prozent Steigung ein mittlerer Gang noch gut treten und man kam entsprechend schnell voran. Kurz vor der Passhöhe dann eine Besonderheit: Ein Serpentinentunnel, wie ich ihn so noch nicht gesehen hatte. Die Straße ist kunstvoll auf einer Steinmauer errichtet, und die Kurve verläuft direkt in einen kurzen Tunnel hinein.

Bald darauf war die Passhöhe erreicht.





Der Falzarego von oben: Blick vom Kleinen Lagazuoi

Nur knapp 2 Kilometer nördlich des Falzarego liegt der Valparolapass. Klar, dass wir diesen auch "mitnahmen". Dessen Passhöhe gleicht einer Geröllwüste. Sie ist geprägt von einem Felssturz, der einst vom kleinen Lagazuoi herunterkam.

Die Abfahrt hinunter nach Pocol, einer kleinen Wintersportsiedlung oberhalb von Cortina D'Ampezzo, war dann eher bieder. Kaum Serpentinen und sogar ein Flachstück machten das Ganze zu einer eher langweiligen Angelegenheit. In Pocol dann schnell die Klamotten gewechselt und mit Hallodri den Giau in Angriff genommen.
Dieses Vorhaben gestaltete sich anfangs auch wirklich leicht. An einem Bach entlang verläuft die Straße fast eben dahin. Doch bald wars vorbei mit der Gemütlichkeit. Mit Beginn der ersten Kehren nahm die Steigung auf über 9 Prozent zu (mit Rampen von bis zu 14 Prozent) und behielt diesen Wert - bis auf wenige kurze Abschnitte - auch bis zur Passhöhe bei. Auf einem längeren geraden Stück durch den Wald war ich nahe dran abzusteigen. Doch biss ich auf die Zähne und schleppte mich im kleinsten Gang fahrend bis über die Waldgrenze hinaus. Die serpentinenreiche und sich in gutem Zustand befindliche Straße konnte ich nicht genießen, ich hatte genug mit mir selbst zu tun!
Weiter oben ließen mich einige flachere Passagen wieder etwas durchschnaufen, was aber nichts daran änderte, dass ich beim erreichen der Passhöhe fix und fertig war.
Auch meinem Mitstreiter Andi erging es nicht anders.
Vor der Abfahrt daher erstmal in der urigen Hütte eine Portion Spaghetti gegessen und was getrunken. Zu unserer großen Überraschung gesellte sich noch Armin, Andis Vater, zu uns, der den Giau von der anderen Seite hochgestrampelt war (Respekt!).
Deshalb hier dieses Passfoto mit Seltenheitswert:

Leider verrschlechterte sich das Wetter zusehends, weshalb wir die phantastische Aussicht kaum genießen konnten.
Die kehrenreiche (29) Abfahrt verlangte dann zeitweise volle Konzentration. Zweimal hätte ich mich fast verbremst.


Einige der 29 Kehren des Südwestanstiegs zum Giau

Unten angekommen, musten wir schließlich noch den ätzenden 10prozentigen Anstieg durch Selva hinauf nach Santa Fosca meistern, sodass am Ende dieser Tour neben 64 Kilometern auch 1900 Höhenmeter zusammenkamen. Aber trotz aller Anstrengung machte diese schöne Tour durch die Ampezzaner Dolomiten Lust auf mehr.

Höhenprofil der Tour




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Höhenprofil Falzarego

Höhenprofil Giau

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  Letztes Update: 02.10.2017
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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