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  Monte Baldo (2012) 20.01.2018 06:57 (UTC)
   
 

Rifugio Graziani (Monte Baldo) (1620 m)

Der Monte Baldo ist ein Gebirszug, der den nördlichen Teil des Gardasees nach Osten hin abschließt. Seine Gipfel erreichen dabei Höhen bis über 2200 m. So hoch hinaus wollten (und konnten) wir mit dem Rad natürlich nicht. Was wir uns als Ziel gesetzt hatten, war der höchste auf einer Asphaltstraße anfahrbare Punkt: Das Rifugio Graziani unterhalb des Monte Altissimo di Nago. Was von Riva del Garda aus nichts anderes bedeutete als eine Runde von 95 Kilometern mit über 2000 Höhenmetern, weil wir den Monte Baldo "von hinten" hochfahren wollten.
Gleich der erste Anstieg von Torbole nach Nago brachte uns auf über 10 %iger Steigung auf Betriebstemperatur. Über den Passo St. Giovanni (287 m) ging es auf einem Radweg über Loppio und Mori Richtung Etschtal. Der Etschtalradweg, beliebt bei vielen Radtouristen, führte uns kilometerweit durch Weinanbaugebiet. Nebenan dröhnte der Verkehr der Brennerautobahn.


Im Etschtal; rechts die Brennerautobahn
 
Nach 34 Kilometern erreichten wir das Örtchen Avio, wo wir uns nochmals stärkten und mit Getränken eindeckten. Vor allem letzteres war unbedingt notwendig, weil an diesem herrlichen Augusttag die Sonne vom Himmel brannte und die Temperatur locker 30 Grad erreichte.


Kurz vor Avio. Hinten das Tal, in das wir reinradeln werden
 
Unmittelbar hinter der Ortschaft begann der 23 km lange Anstieg. Fuhren wir erst noch eher gemächlich in ein wildromantisches Tal hinein, war nach 2 km Schluss mit lustig: Über 16 Kehren schraubte sich die Straße unbarmherzig nach oben und überwand dabei mehr als 900 Höhenmeter. So blieb für die faszinierende Landschaft kaum mehr ein Blick, weil der Schweiß in Strömen floss und ich schon fast ans Aufgeben dachte. Anzumerken ist, dass sich der Straßenbelag hier (und eigentlich auf der gesamten Bergstrecke) in einem vorzüglichen Zustand befand, was das Vorwärtskommen mit Sicherheit ein wenig erleichterte.











 
Während einer Pause gesellte sich ein Rennradlerpärchen zu uns (dem ich einige der Fotos verdanke - mille grazie!!), und zu viert ging es dann viel besser. Vielleicht auch deshalb, weil die Steigung von Anfangs fast konstant 10 % (und teilweise darüber) doch um 1 bis 2 Prozentpunkte zurückging, was sich ja durchaus bemerkbar macht.


Wohlverdiente Pause



Mit neuen Kräften gehts weiter
 
Verlief die Straße bis dahin größtenteils im Wald (Gottseidank! Ab und zu Schatten!), so kam ab dem Stausee Lago di Pra de la Stua mehr und mehr das Gebirgspanorama des Monte Baldo ins Blickfeld.
Weil sich die Steigung immer mehr zurücklegte, erreichten wir dann recht zügig die Passhöhe des Passo St. Valentino.


Kneipe an der Passhöhe St. Valentino
 
Noch waren allerdings 6 Kilometer und über 300 Höhenmeter zurückzulegen, die zwar nicht mehr besonders steil waren. Immerhin hatten wir aber schon fast 60 Kilometer und die schweren 10 Anfangskilometer
dieses Anstiegs in den Beinen, sodass ich schon ganz schön kämpfen musste. Die atemberaubenden Ausblicke entschädigten jedoch für alles.


Abenteuerlich in den Fels gehauene Straße



Richtiges Hochgebirgspanorama



Der Recke kämpft sich nach oben
 
Glücklich posierten wir fürs Zielfoto (ein Passchild gibt dort oben nicht).


Gruppenbild mit Dame auf 1617 m Höhe
 
Nach einer gemütlichen Einkehr im Rifugio Graziani machten wir uns wieder auf die Socken. Die ersten 6 Kilometer der Abfahrt waren identisch mit dem Anstieg (und daher wie geschaffen für einige Fotohalte).


Blick zurück auf unser Ziel mit dem Monte Altissimo



Traumhafte Abfahrt



Blick auf den Stausee und das Tal, aus dem wir gekommen waren



Ronald bei der Abfahrt
 
Dann gings über St. Giacomo und Brentonico nochmals 15 Kilometer hinunter nach Mori (wobei uns allerdings zwei kurze Gegenanstiege ärgerten)
.
Von dort aus radelten wir auf dem anfangs beschriebenen Radweg zurück nach Riva del Garda.
Insgesamt war diese Runde eine der schwereren, die ich bisher gefahren war. In der Dimension etwa vergleichbar mit dem Monte Grappa (von Semonzo aus), und das ist ja eine der exklusiveren Auffahrten des gesamten Alpenraums. Über den sportlichen Wert ist damit alles gesagt - was die Landschaft betrifft, ist sie sowieso von allererster Güte.





Höhenprofil

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  Letztes Update: 02.10.2017
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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