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  Monte Tremalzo 18.11.2017 08:07 (UTC)
   
 
Monte Tremalzo (1680 m)

Ich habe dem Monte Tremalzo bewusst keine Jahreszahl zugeordnet, denn wenn ich am Gardasee bin, gehört dieser Berg zum absoluten Muss meiner Radtouren.
Der Berg selbst ist knapp 2000 Meter hoch; die unterhalb in einem Tunnel verlaufende Passstraße liegt knapp 300 Meter tiefer und ist auf ihrer dem Gardasee zugewandten Ostseite nur mit dem Mountainbike zu befahren. Die Westseite ist aber zum Großteil sogar rennradtauglich und gehört zum Besten, was der Alpenraum zu bieten hat - wenn man den Tremalzo von Riva aus fährt. 38 Kilometer mit 1600 Höhenmetern sind schon happig, und dazu kommen Abschnitte, die in ihrer Schönheit ihresgleichen suchen.
Los gehts in Riva, dieser im Sommer von Touristen und deren Autos überlaufenen Stadt am Nordufer des Gardasees. Zuerst folge ich dem Wegweiser Richtung Limone, biege aber kurz nach Riva rechts ab (da kann man leicht vorbeifahren) und befinde mich nun auf der Ponalestraße, einem wohl einmaligen Verkehrsweg. Früher fuhren hier Autos; wegen der Gefahr (die aus den Bildern glaube ich deutlich hervorgeht) wurde diese Straße jedoch durch einen Tunnel ersetzt und zurückgebaut. So ist sie heute ein Dorado für Mountainbiker mit spektakulären Ausblicken.


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Die abenteuerliche Ponalestraße am westlichen Steilufer
des Sees


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Ponalestraße: Früher eine Autostraße, heute teilweise
zur Schotterstrecke zurückgebaut

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Serpentinen im oberen Teil der Ponalestraße, der zum Tremalzopass führt

Bis zum Ledrosee bei km 12 geht es dann stetig mit ca. 6% bergan. Souvenirläden, Pensionen und ein gut besuchter Badestrand zeugen davon, dass auch dieser "kleine Bruder" des Gardasees vom Tourismus ergriffen wurde. Ich nutze diese Gelegenheit für eine kleine Unterbrechung meiner Fahrt.
Nach weiteren 12 Kilometern mit kaum nennenswerter Steigung, wo ich mich so richtig erholen kann, beginnt bei km 25 am Passo d'Ampola (740 m) der eigentliche Anstieg. Also vorher nochmal Pause gemacht und eine Banane gegessen - schließlich kommt jetzt etwas, was man (was Länge und Höhenmeter betrifft) gut mit dem Anstieg nach Alpe d'Huez vergleichen kann.
Auf gut ausgebauter Straße mit teilweise nagelneuem Belag geht es nun stetig in zahlreichen Kehren mit 7 bis 9, maximal 10 Prozent bergan. Der dichte Wald spendet Schatten, das Erlebnis wird kaum von Autoverkehr getrübt. Dagegen leisten mir zahlreiche Radsportler Gesellschaft - meist mit dem Mountainbike. So bleibt trotz aller Anstrengung öfter mal Zeit für einen kleinen Plausch. Im letzten Drittel sorgen dann zwei kurze Flachpassagen für Erholung. Gegen Ende wird der Wald lichter und durch Almen abgelöst. Die Straße bleibt aber insgesamt nach wie vor steil.


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Von der Passhöhe bieten sich grandiose Ausblicke!

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Auf dem Passo Tremalzo. Im Hintergrund ist - unten
im Tal - der Gardasee zu erkennen.


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Der Monte Tremalzo mit seinem Tunnel

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Rindviecher gibts auf dem Passo Tremalzo einige...


Alles in allem war für mich diese Tour nicht übermäßig schwer (wenn ich es etwa mit der Quälerei hinauf zum Timmelsjoch vergleiche), was aber wohl auch daran lag, dass ich mir zwei Pausen gönnte. Der Schlussanstieg hat es aber in sich und fordert Tribut von denjenigen, die allzu leichtfertig an dieses Unternehmen herangegangen sind. Für mich war die zweite Befahrung kein Problem mehr, wogegen ich im Vorjahr beim ersten Mal schon meine Schwierigkeiten hatte.
Insgesamt kann ich sagen, dass jeder Radsportfreund, der sich am Nordufer des Gardasees aufhält, eine Tour zum Tremalzo unternehmen sollte. Vom sportlichen Wert ist diese Fahrt großartig; für den Freund landschaftlicher Schönheit ist sie ein absolutes Muss.


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  Letztes Update: 02.10.2017
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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