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  Passo Croce d'Aune 16.12.2017 05:26 (UTC)
   
 

Passo Croce d'Aune (1011 m)


Der Passo Croce d'Aune nimmt mit seiner Südanfahrt den Ausgangspunkt direkt in Feltre, sodass es für mich quasi ein Muss war, diesen weithin unbekannten Pass unter die Räder zu nehmen. Mit einer Gesamtlänge von 11 Kilometern und einem Höhenunterschied von 750 Metern erschien mir dies auch am Tag nach meinem Monte-Grappa-Husarenritt machbar, und so wagte ich mich an diesem schönen Junisonntag bei nicht unangenehmen 28 Grad aufs Rad. Ein Motivationsfaktor ware auch, dass die Strecke direkt am Biergarten der bekannten Pedavena-Brauerei vorbeiführt, und die Aussicht auf ein kaltes Bier (natürlich erst auf der Abfahrt!) erhöhte die Lust spürbar.
Was ich nicht bedachte: Es war eben Sonntag, der Biergarten war rappelvoll (vor allem mit Motorradfahrern), und ebendiese Motorradfahrer versauten mir mit ihrer teilweise abartigen Raserei richtiggehend die Auffahrt. Und weiterhin: Die ersten 3 Kilometer des Anstiegs sind nahezu flach, und so rappeln sich 700 Höhenmeter auf nur 8 Kilometern zusammen. Also Durchschnitt über 8 %, mit Spitzen um die 12 %, lange Geraden - wie geschaffen für dicke, vom Vortag noch müde Oberschenkel. Und die 28 Grad sollte ich auch noch zu spüren bekommen...
Die Strecke ist in Feltre sehr gut ausgeschildert; an einem Kreisverkehr der vielbefahrenen SS 50 gehts Richtung Pedavena weg. Vorbei an der großen Brauerei, dem bereits erwähnten Biergarten und dem unvermeidlichen Parkplatzungetüm rollt es sich wunderbar, großes Kettenblatt, toll! Meinen Plan, nach der Abfahrt in diesem Biergarten eins zu trinken, verwerfe ich. Zu bombastisch. Und zu voll. Weiter gehts also.
Und wie es weiter geht! Zunächst ist der Pass auch in Pedavena gut ausgeschildert. Damit man auch ja spürt, auf der richtigen Straße zu sein, steigt diese sofort mit 10 bis 12 % an. Und das alles noch in der prallen Sonne - die ersten Schweißtropfen liefen übers Gesicht. Zum Glück verschwindet die Straße dann zusehends im Wald - zumindest Schatten! Die Steigung blieb aber konstant bei mindestens 8 %, wobei nur 3 Serpentinen für muskuläre und psychische Erleichterung sorgten. Erst ab etwa der Hälfte des Anstiegs, nach dem Abzweig zum Col Melon, legt sich die Steigung auf 6 bis 8 % zurück. Sie führt nun komplett durch den Wald. Sehr erfreulich ist der Straßenzustand: Keine Belagschäden, teilweise nagelneuer Asphalt (2017). Auch gibts jetzt mehr Kehren und Kurven; ich wartete nur noch darauf, endlich "oben" zu sein, da mir der Schweiß massenweise übers Gesicht lief. Nach einer Serpentinenkombination tauchte dann ganz plötzlich das Passschild auf - geschafft!.






Blick nach Feltre
 
Die Passhöhe zieren mehrere Cafés und ein Denkmal über Tullio Campagnolo, der angeblich hier den Schnellspanner erfand (im Schneesturm konnte er - in Zeiten vor der Gangschaltung - das Laufrad nicht drehen, weil ihm fast die Finger abgefroren wären). Sehr schicksalsträchtig, aber manch einer glaubt daran.



 
Ein Erlebnis war dann die Abfahrt; über die sehr gute Straße lässt sich munter nach unten brausen.
Also: Eine Kaffeefahrt ist der Croce d'Aune nicht, und auch das Landschaftserlebnis hält sich in überschaubaren Grenzen. Es gibt kaum Aussichten nach unten. Die Abfahrt ist aber toll; daher bietet sich eine Runde mit der Westauffahrt über Fonzaso an, die im Übrigen deutlich einfacher zu sein scheint, an.

Höhenprofil

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  Letztes Update: 02.10.2017
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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