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  Passo Giau 18.11.2017 08:10 (UTC)
   
 

Passo Giau (2236 m)


An unserem vorletzten Tag nutzten meine beiden Mitstreiter das wunderbare Wetter zu einer Klettertour. Ich beschloss daher, den Giau nochmals, und zwar von der anderen Seite, zu befahren. Dies bot sich geradezu an, da einerseits der Anstieg direkt unterhalb von Selva di Cadore beginnt; andererseits war das Wetter bei der ersten Befahrung eher bescheiden, sodass ich kaum brauchbare Fotos von dieser wirklich einmalig schönen Strecke schießen konnte.
So machte ich mich, mit schweren Beinen zwar, aber voller Tatendrang an den Südwestanstieg des Giau heran. Die Straße zweigt unterhalb von Selva rechts ab, und nach der ersten Überquerung des Codalongabaches zwang mich ein erstes schnurgerades Steilstück gleich zum Einlegen des kleinsten Ganges.
Am Ende dieses Steilstücks machte mir dieses Verkehrsschild klar, was noch auf mich zukommen würde.

29 Kehren! Von denen weisen vor allem die unteren eininge happige Rampen auf. Zum Glück kreuzt die Straße immer wieder den Bach, und auf diesen kurzen Flachstücken konnte ich mich gut erholen. Überhaupt fand ich dann immer besser meinen Rhythmus, auch der kleinste Gang musste nicht mehr herhalten. Die vielen Serpentinen lassen sich wirklich - bei aller Steilheit (die Durchschnittssteigung fällt bis auf die beiden Schlusskilometer nie unter 10 %) - sehr flüssig fahren.


Ein Blick zurück: Hier ist die Straße in den Serpentinen mal etwas flacher
Bald wich der Wald zurück und mir bot sich ein phantastischer Blick auf den Monte Averau. Er sollte mich bis zum Ziel, der Passhöhe, begleiten.

2 kürzere und eine etwas längere Galerie schmälerten ein wenig den Fahrspaß, können aber gefahrlos ohne Licht durchfahren werden.
Weiter oben veläuft die Straße, die sich in gutem Zustand präsentierte, durch Almwiesen. Sie wird gegen Ende flacher, sodass ich mein Ziel bei weitem nicht so kaputt erreichte wie 3 Tage zuvor bei der Nordostauffahrt.
Von der Passhöhe hatte man an diesem Tag eine wunderbare Aussicht bis hinüber zur Marmolada und zum Sellastock. Auch Cortina und die Ampezzaner Dolomiten waren super zu erkennen. Einladend auch die Gaststätte, in der zwar sündhaft teure Souvenirs verramscht werden, wo man sich aber mit Spaghetti oder sehr gutem Apfelstrudel stärken kann. Über die Musik, die dauernd läuft, kann man zwar streiten (z.B. Cindy & Bert auf italienisch!!), aber insgesamt herrschte hier oben eine sehr angenehme Stimmung. Der Giau ist nämlich bei weitem nicht so überlaufen wie (z.B.) der Pordoi.



Der Ra Gusela beherrscht die Szenerie am Giau


Phantastischer Blick nach Westen. In der Mitte ist das Sellamassiv zu erkennen


Blick nach Nordosten ins Ampezzaner Tal



Die urige Gaststätte auf der Passhöhe

Was dann noch riesigen Spaß machte, war die Abfahrt. Ich kannte sie zwar schon vom Montag her, doch dieses Mal war es - wegen des schönen Wetters und der angenehmen Temperaturen - noch viel schöner.
Ich fand den Giau als einen der tollsten Alpenpässe, die ich bisher gefahren bin. Sein baulicher Zustand ist gut (wobei Frostschäden im Belag nicht zu leugnen sind), es gibt wenig motorisierten Verkehr und die Landschaft ist wirklich super. Ich kann die Befahrung dieses Passes jedem Hobbyradler nur wärmstens ans Herz legen - gute Fitness allerdings vorausgesetzt.


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  Letztes Update: 02.10.2017
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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