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  Passo St. Barbara (2006) 18.11.2017 08:07 (UTC)
   
 

Passo St. Barbara (1169 m)

Der Passo St. Barbara befindet sich nordöstlich des Gardasees und verbindet Arco im Tal des Flüsschens Sarca mit dem Ort Loppio, der an der viel befahrenen Autobahnzubringerstraße von Rovereto nach Torbole liegt. Ich befuhr den Pass erstmals 2006 (damals mit einer Kollegin) von seiner Westseite aus; der Anstieg überwindet hier auf knapp 15 Kilometern gute 1100 Höhenmeter.
Inzwischen bin ich noch viermal hochgestrampelt (2009 / 2012 / 2015 / 2016) und konnte so zusätzliche Fotos schießen und die Infos aktualisieren.


Die Burg von Arco

Der genannte Westanstieg beginnt in Arco; wir erreichten dieses Städtchen mit seiner imposanten Burg von Torbole aus über einen von blühenden Oleandersträuchern gesäumten Radweg. Dort mussten wir uns Richtung Nago halten, bis zum Ort Bolognano. Hier beginnt der Anstieg; wer nach einer Beschilderung "Santa Barbara" sucht, wird dies vergeblich tun (lediglich "Monte Velo" ist ausgeschildert).
Dass es keine Kaffeefahrt werden würde, wurde uns spätestens am Ortsende klargemacht: 15 Prozent Steigung.


Und obwohl die Italiener mit ihren Prozentangaben manchmal sehr fantasiereich umgehen, diesmal schien es tatsächlich zu stimmen. Und das über mehr als nur ein paar hundert Meter. Über nicht gezählte Serpentinen kurbelten wir nach oben.
Die Steigung ließ dann zwar etwas nach, aber bis zu Hälfte des Anstiegs fiel sie kaum unter 10 %. Und der Belag wurde deutlich schlechter. So hatten wir mehr mit uns selber zu kämpfen, als dass wir einen der seltenen Blicke hinunter ins Tal genießen konnten. Die Strecke ist nämlich komplett im Wald versteckt und gibt nur an wenigen Stellen den Blick in die Ferne frei.


Blick hinunter ins Sarcatal. Links ist der Monte Brione am Gardasee-Nordufer zu erkennen



Steilstück im Mittelteil des Westanstiegs



Spitzkehre in ca. 700 m Höhe

Der Wald veränderte sich mit zunehmender Höhe immer mehr: Dominierten unten noch die Olivenbäume, waren oben Fichten am häufigsten anzutreffen. Und eine bei uns beliebte Zimmerpflanze wächst dort oben in Massen: das Alpenveilchen.
Im oberen Teil sind die Kehren dann weiter auseinandergezogen und die Strecke wurde auch deutlich flacher. Die Passhöhe selber ist unspektakulär und ohne Trubel. So wie die gesamte Tour kaum von motorisiertem Verkehr gestört wurde. Für Radfahrer also ein Paradies.

Die unspektakuläre Passhöhe St. Barbara (2012)
 
Die Abfahrt hinunter ins Dorf Ronzo Chienis war 2006 abschnittweise noch 24 Prozent steil und brachte unsere Bremsen zum Dampfen; dieses Stück ist jedoch mittlerweile entschärft worden und erreicht "nur" noch ein Höchstgefälle von 14 %. Ronzo selbst war wie ausgestorben; zum Glück hatte eine Kneipe offen, in der wir uns einen leckeren Apfelstrudel (mit Vanilleeis) samt Cappuccino gönnten (2009 und 2012 war das auch noch so!). Der weitere Streckenverlauf bis Loppio ist super: Weit auseinandergezogene Kehren, gut ausgebaute Straße und ein tolles Bergpanorama ließen mein Radfahrerherz höher schlagen. Eine der schönsten Abfahrten der Alpen!


 
Ab Loppio fuhren wir auf einem Radweg (der uns zwischendurch auch noch mit kurzen unangenehmen Steigungsabschnitten ärgerte), der parallel zur vielbefahrenen Straße verläuft, weiter bis zu unserem Startort Torbole. Auf dem Weg dorthin "meisterten" wir noch den niedrigsten Pass der Welt, den Passo San Giovanni (287 m über NN).


Eigentlich ein Witz! Ein Pass mit 287 Metern Meereshöhe!
 
Ich empfehle diese Runde unbedingt in der beschriebenen Richtung zu befahren, da die Westseite mit teilweise schlechtem Fahrbahnzustand und ihren vor allem im unteren Teil steilen Kehren keinen großen Abfahrtsspaß aufkommen lässt. Die schönere ist sowieso die Ostseite. Alles in allem eine prima Halbtagestour, die auch sportlich durchaus anspruchsvoll ist.


Höhenprofil

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  Letztes Update: 02.10.2017
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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