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  Stelvio-Bike-Festival 16.12.2017 05:26 (UTC)
   
 

Auf das Stilfser Joch (2758 m) beim Stelvio Bike Festival

Seit Jahren war das mein großer Wunsch: Einmal beim Stelvio Bike Festival mitzufahren, dieser Veranstaltung, wenn tausende Radler den vielleicht attraktivsten Alpenpass in Angriff nehmen. Und das unter Ausschluss des motorisierten Verkehrs, denn der war von Trafoi bis zur Passhöhe (und erfreulicherweise von dort über den Umbrailpass bis nach Santa Maria) außen vor. Über den sportlichen Wert, mit dem Rad dort hinauf zu fahren, brauche ich keine Worte mehr zu verlieren - den habe ich ja auch 2007 und 2010 zur Genüge beschrieben. 25 Kilometer und über 1800 Höhenmeter - diese Zahlen sagen alles.
Ich fuhr in Prad um halb 10 los; das Wetter war spitze, und die Temperaturen lagen noch im angenehm kühlen Bereich. Um diese Zeit war in Prad bereits der Teufel los - unzählige Radler kamen sich mit den Autos auf der hier noch nicht gesperrten Straße ins Gehege.




Rad- und Autochaos in  Prad

Irgendwann nach dem Ortsausgang von Prad war dann sowas wie flüssiges Fahren möglich. Dennoch gab es immer wieder Deppen (vorwiegend mit deutschen Kennzeichen), die mit ihren Autos bis nach Trafoi fahren mussten und somit für die eine oder andere gefährliche Situation sorgten.
Es war ein unbeschreibliches Gefühl, in einer solchen Meute von Radlern mitzufahren. Anfangs waren sie alle noch frisch - vom Pseudoprofi, der auf seiner sündhaft teuren Rennmaschine alle im Blitztempo überholte, bis zum Hobbyfahrer in Reinkultur, der aber zumindest mal seine quietschende Kette hätte ölen können. Auch viele Teams waren unterwegs. Eine riesige Radlerfamilie eben. Und zu dieser gehörten auch einige Exoten, die mir nachhaltig in Erinnerung blieben: Ein Einradfahrer und mehrere Liegeradfahrer - davon eine beinamputierte Frau, die mit der Kraft ihrer Arme hochfuhr. Meine Bewunderung kannte keine Grenzen, und das machte ich ihr auch deutlich.


Hinter Gomagoi: Die Straße ist endgültig frei vom
motorisierten Verkehr


Dann fing die Kehrenstrecke an, und aus wars auch mit dem gemütlichen Dahinpedalieren. An vielen Serpentinen waren Verpflegungsstände aufgestellt, und so manch einer gönnte sich die erste Pause.



Großes Hallodri (Musik, Grillen) herrschte auf der Franzenshöhe, von wo aus man diesen tollen Blick auf die verbleibenden 22 Kehren hat. Immer noch konnte ich wunderbar in der Masse mitfahren, hatte an diesem Tag auch supergute Beine. Andere schoben schon, machten Fotopause oder gaben über Handy Liveberichte ihrer Heldentat zum Besten.
Ich glaube, die Fotos sagen mehr als alle Worte...









Als ich oben ankam, war ich nicht im geringsten ausgepowert. Ich ließ mir ja auch Zeit, brauchte eine Viertelstunde länger als im Vorjahr. Der Trubel auf der Passhöhe übertraf aber meine schlimmsten Befürchtungen.


Trubel auf der Passhöhe


Ein großer Moment für einen Hobbyradler


..und der Ortler thront über allem!


Nach einem längeren Aufenthalt bei Sonne, angenehmen Temperaturen und fast ohne Wind (wobei die Sommerskifahrer einen seltsamen Kontrast bildeten) fuhr ich auf der bekannten Route über den Umbrailpass wieder nach unten. Durch den Regen vom Vortag war der Naturstraßenabschnitt übrigens hervorragend zu befahren - kein Staub, der sich in Kette, Gangschaltung und Lunge legte!

Einen tollen Radtag ließ ich dann in Prad beim wohlverdienten Weizen ausklingen. Und das mit der sicheren Überzeugung: So Gott will - Das mach ich wieder!



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  Letztes Update: 02.10.2017
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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