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  Martelltal 20.09.2018 20:52 (UTC)
   
 


Martelltal (1860 m)


Das Martelltal ist ein Seitental des Vinschgaus und zweigt im Bereich von Schlanders-Latsch in Richtung Südwesten ab, direkt auf die Cevedale-Gruppe zu. Mein Ziel war der Zufrittsee, ein Stausee in 1850 m Höhe. Da hinaufzukommen bedeutet vom tiefsten Punkt (Goldrain) 20 km und 1200 Höhenmeter zu überwinden. Da letztere zudem sehr ungleichmäßig verteilt sind, handelt es sich bei diesem so harmlos klingenden Anstieg um eine durchaus anspruchsvolle Angelegenheit.
Ich startete in der Vormittagssonne von meinem Quartier in Vetzan. So verlor ich erstmal über 100 Höhenmeter, bevor ich die Hauptstraße querte und nach Goldrain fuhr. Dort beginnt der Anstieg. Die vorzüglich ausgebaute Straße überwindet die erste Talstufe kompromisslos (die Burgruinen Unter- und Oberrmontani lässt man links liegen und bemerkt diese eigentlich erst bei der Abfahrt - hier dafür umso eindrucksvoller), zog sich ab dem letzten größeren Ort (Morter) auf 4 Kilometern mit fast gleichbleibenden 10 % hin, und das hauptsächlich geradeaus. Dass ich solche Strecken nicht mag, habe ich schon des Öfteren beschrieben. Doch nach einer Kehrengruppe wurde es deutlich flacher, und bei Bagno di Salto erfreute mich sogar eine kurze Zwischenabfahrt.


Ein paar Kurven als Erholung nach schier unendlich langen Geraden

Dann folgte Teil 2 der Strapazen, wieder deutlich über 10 %, aber diesmal hauptsächlich im Wald (Fichten und Lärchen), was das Ganze erträglich machte. Überhaupt wunderte ich mich über meine guten Beine und dachte nicht an eine Pause. Die letzte größere Ortschaft, Martell (eigentlich eine Ansammlung vieler kleinerer Orte und Gehöfte) passierte ich bei wieder zurückgegender Steigung, bevor ich mir bei km 17 beim Kirchlein St. Maria in der Schmelz ("Unsere liebe Frau im Walde" hat Konkurrenz im Rennen um den originellsten Namen bekommen) eine wohlverdiente Unterbrechung gönnte und auf einer Bank den Sonnenschein und die Wärme genoss.


Welche Idylle und welch toller Name!

Dann wurde es wieder etwas flacher, und die (nun leider schlechter werdende) Straße trat nun aus dem Wald in ein Weidegebiet ein. Auch das Biathlonzentrum liegt dort. Drohend baute sich hier aber schon die "Wand" auf, die es noch zu bewältigen gab. Auf 10 teilweise sehr eng angelegten Serpentinen erreicht die Steigung mehrmals 15, in der Spitze knapp 20 %.

Das Schild kündigt das drohende Ungemach an...



Kehren von oben

 
 
Zum Glück war ich wegen des Waldes nicht der Sonne ausgesetzt, und irgendwie kam ich auch hier problemlos hoch. Ein Genuss war dann die Fahrt entlang des Sees, an dessen Ende ich mir in einer Gaststätte die verdiente Ruhepause gönnte.


Urige Kneipe am Zufrittsee

Eindrücke von der Fahrt entlang des Zufritt-Stausees:












Staumauer

Zwar wäre es noch möglich gewesen, zur Enzianhütte (in 2050 m Höhe) weiterzufahren, doch das sparte ich mir. Ich genoss stattdessen eine rasende Abfahrt, zu der die langen Geraden einluden.


Eine großartige Vor- oder auch Nachmittagstour, die jeder Radsport- und Naturfreund (mindestens!) einmal gefahren sein muss!


Höhenprofil

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  Letztes Update: 02.09.2018
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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