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  Penser Joch 24.06.2018 10:33 (UTC)
   
 

Penser Joch (2211 m)

Eins gleich vorweg: Was auf der Landkarte wie ein Klacks aussieht, entpuppte sich beim Befahren als ein schwerer Alpenpass, der auf knapp 15 Kilometern 1270 Höhenmeter überwindet. Und das alles fast ohne Serpentinen (insgesamt gibts nur 4!) - es geht also andauernd mit einer Steigung von fast 9 Prozent begauf, und das fast ohne nennenswerte Richtungswechsel.
Das Penser Joch verbindet Sterzing im Norden mit Bozen im Süden. Seine Straße führt durch die Sarntaler Alpen, und wer sich auf dem Weg in den Urlaub am Gardasee oder in Südtirol ein wenig Zeit nimmt, sollte sich diese eindrucksvolle Strecke (insgesamt fast 70 Kilometer lang) unbedingt ansehen.
Für mich stand aber der sportliche Aspekt im Vordergrund. An einem wolkenverhangenen Tag (ein Wettersturz stand unmittelbar bevor) machte ich mich von der Sterzinger Peripherie aus (leicht zu findender, kostenfreier Parkplatz an einem der vielen Kreisel) auf, diese doch schwere Aufgabe zu meistern. Die ersten 2 Kilometer waren noch fast flach, doch als die Straße in den Wald mündete, endete die Herrlichkeit: 2 Kilometer mit 11 Prozent und mehr stimmten mich darauf ein, was noch kommen sollte.
Zwar legte sich die Steigung dann auf Werte zwischen 8 und 9 Prozent zurück, aber sie blieb auch dort. Und: Keine Serpentinen! Unzählige Kurven, und hinter jeder erhoffte ich mir ein Flachstück. Doch Fehlanzeige! Am Beginn des Anstiegs hatte ich die kleinste Übersetzung aufgelegt - und behielt diese bis zum Pass bei. Erbarmungslos zog die Straße die ersten 7 Kilometer am Hang hoch.


Spektakulärer Felsdurchbruch



Die Steilheit der Straße kommt nur annähernd rüber
 
Dann die ersten 2 Kehren, doch danach ging es genauso steil weiter. Besonders grausam wurde es, als ich nach 11 Kilometern erstmals die Passhöhe zu Gesicht bekam. Auch weite Teile der Straße konnte ich einsehen. Wer hier schon platt ist: Bitte umkehren! Denn es bleibt unvermindert schwer! Aber ich hatte an diesem Tag wirklich gute Beine und zog das Ding durch. Die letzten Kilometer führen durch eine regelrechte Hochgebirgslandschaft - außer Gras gibt es kaum mehr Pflanzenwuchs.


Scheinbar ganz nah, doch noch weit weg: die Passhöhe


Oben erwarteten mich der Gasthof Alpenrose (empfehlenswert!) und eine Armada Motorradfahrer, die mich zwar beim Hochfahren extrem nervten, aber wie so oft dankbare Passfotografen waren!


Geschafft: Ein schwerer Pass ist bezwungen!



Ein Blick zurück...



...und nach vorne. Für die, die nach Bozen weiterfahren möchten.



Uriger Gasthof auf der Passhöhe
 
Die Abfahrt war dagegen toll! Auf der gut ausgebauten, über weite Strecken mit hervorragendem Belag versehenen Straße konnte ich es wunderbar laufen lassen. Die Anstrengungen des Anstiegs waren bei der Ankunft in Sterzing vergessen.


Höhenprofil

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  Letztes Update: 14.06.2018
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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