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  Ofenpass 15.12.2018 00:49 (UTC)
   
 
Ofenpass (Pass dal Fuorn) (2149 m)

Die Ofenpassstraße verbindet das obere Vinschgau mit dem Engadin und misst insgesamt über 50 Kilometer. Neben den viel bekannteren Pässen wie Stilfser Joch, Umbrail-, Albula- und Flüelapass, die sich in unmittelbarer Umgebung befinden, fristet dieser Alpenübergang so etwas wie ein Schattendasein. Das allerdings völlig zu Unrecht, denn der Scheitelpunkt liegt immerhin in 2149 Metern Höhe und vor allem die 29 Kilometer lange Anfahrt aus Glurns verlangt dem Radler doch einiges an Kondition und - wegen der nicht gerade bescheidenen Steigungsprozente im Mittelteil und auf den letzten 5 Kilometern - auch an Kraft ab. Da diese Strecke auch landschaftlich durchaus ihren Reiz besitzt, ist sie auch für sich allein eine durchaus lohnende Tour. Allerdings muss man - vor allem am Wochenende - wegen ihrer verkehrstechnischen Bedeutung mit gesteigertem Aufkommen von Kraftfahrzeugen und - vor allem! - Motorrädern rechnen.
Ich nahm den Ofenpass gleich am ersten Urlaubstag (natürlich ein Samstag!) unter die Räder. Start war in Prad, sodass ich mich bis nach Glurns erstmal einrollen konnte. Dort beginnt im Münstertal der Anstieg, der eigentlich dreigeteilt ist: Erst hoch bis nach Taufers und dem Grenzübergang in die Schweiz, die zweite Stufe hinter Santa Maria sowie die fünf letzten knackigen Kilometer, die in der Ortschaft Tschierv ihren Anfang nehmen. Dazwischen gibts längere Flachpassagen ohne jede Schwierigkeit, sodass ich mich auf die Landschaft konzentrieren konnte.
Die 5 Kilometer bis nach Taufers verlaufen teils durch Nadelwald, teils durch eine Wiesenlandschaft. Nach und nach steigt die Straße an, aber mehr als 7 Prozent werden es nie. So kam ich zwar schwitzend, aber körperlich noch sehr frisch in Taufers an.



Taufers: Kirche und zwei Burgen




Taufers: Blick zurück ins Münstertal

Kurz hinter Taufers überschritt ich die Grenze zur Schweiz. Der Straßenbelag, der bis dahin doch streckenweise recht holprig war, wurde schlagartig besser und hielt diese Qualität dann bis zu Passhöhe. Bei nur geringer Steigung fuhr ich weiter nach Santa Maria, wo die Umbrail-Passstraße abzweigt (Bericht vom letzten Jahr hier).
Dann das erste wirklich anstrengendere Stück: Über 2 Kilometer führt die Straße in mehreren Kurven mit bis zu 10 % einen Wiesenhang hinauf. Einige Höfe bereichern das Landschaftsbild. Doch schnell legte sich die Steigung wieder zurück, und bis zur Ortschaft Tschierv gings teilweise sogar leicht bergab.
Von dort aus konnte ich die Passhöhe bereits deutlich ausmachen, aber auch so manches landschaftliche Kleinod entdecken.



Tschierv in Graubünden. Ab hier wird der Anstieg richtig steil. Deutlich ist
in der Bildmitte dier Passhöhe zu erkennen.




Landschaftsidylle, nur wenige Meter neben der vielbefahrenen Straße

Hier beginnt auch der anspruchsvollste Teil des gesamten Anstiegs. Auf den letzten 5 Kilometern pendelt sich die Steigung bei 8 bis 10 Prozent ein. Die Straße verläuft nun mehr und mehr durch lichten Lärchen- und Kiefernwald; 3 Kilometer vor der Passhöhe durchfuhr ich eine kunstvoll angelegte Kehrengruppe, nachdem Serpentinen bis dato völlig gefehlt hatten. Auf jeden Fall gestaltete sich dieser Schlussabschnitt als äußerst schweißtreibend.


Immer so um die 8 bis 10 Prozent Steigung


Kunstvoll errichtete Kehrengruppe

Bald hatte ich aber die Passhöhe erreicht.


Passhöhe

Die Abfahrt war dann ein Genuss. Wegen der sehr guten Straßenverhältnisse und dem über weite Strecken übersichtlichen Trassenverlauf konnte ich es richtig schön laufen lassen.


Andere Auffahrt aus dem Engadin



Kehrengruppe von oben



Ein Blick zurück

Der Ofenpass war es auf jeden Fall wert, befahren zu werden. Für mich war es, was die Anforderungen entspricht, der optimale Auftakt für den Urlaub.



 
  Letztes Update: 29.10.2018
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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