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  Südliche Gardaseegegend (2019) 22.07.2019 16:28 (UTC)
   
 

Südliche Gardaseegegend (Ostern 2019)

In diesem Jahr war es mir also das erste Mal vergönnt, dem Lago bereits zu Ostern einen Besuch abstatten zu können.
Geplant waren - der frühen Jahreszeit angepasst - zwei Touren bis ca. in 1000 Meter Höhe und mit nicht so heftigen Steigungsprozenten (daher auch die Wahl der südlichen Gardaseegegend). Diese konnte ich auch durchziehen und somit der Form auf den Zahn fühlen (mit positivem Ergebnis). Hier eine Kurzbeschreibung für alle, die in Zukunft Selbiges vorhaben.


Tour 1: Lazise - Garda - Albisano - Torri del Benaco - Garda - Lazise (39 km, 480 Hm)

Dies war sozusagen eine kleine Aufwärmtour. Von Lazise aus gings weitgehend flach auf der viel befahrenen Gardesana Orientale bis nach Garda. Dort (bevor die Hauptstraße am Ortsende nach links schwenkt) ist Albisano ausgeschildert. Rechts gehts weg und sofort rein in einen kurzen (nur 2,5 km), aber knackigen und kurvenarmen Anstieg (200 Höhenmeter, davon gut 150 auf den ersten 1,5 Kilometern). Oben wartete eine schöne Aussicht auf den See und eine schöne, kehrenreiche Abfahrt runter nach Torri del Benaco. Von dort fuhr ich auf der Hauptstraße zurück nach Lazise.




Tour 2: Lazise - Garda - Torri del Benaco - Albisano - St. Zeno di Montagna - Lumini - Caprino Veronese - Peagne - Bardolino - Lazise (57 km, 880 Hm)

Wesentlich anspruchsvoller, wenn auch nur mit wenigen wirklichen Schwierigkeiten versehen, gestaltete sich diese Tour. Wiederum musste ich von Lazise aus 17 Kilometer auf der Hauptstraße bis nach Torri del Benaco fahren. Ehrlicherweise muss ich aber zugeben, dass sich der motorisierte Verkehr in dieser Woche noch in Grenzen hielt und keinen Vergleich zum chaotischen Gewühl in der Haupturlaubszeit darstellte.



Das Gardaseeufer zwischen Bardolino und Garda

In Torri ist St. Zeno ausgeschildert. Die ersten 6 Kilometer waren ein echter Genuss. In weit auseinandergezogenen Serpentinen zieht sich die Straße durch eine Gartenlandschaft mit sehr angenehmen Steigungsprozenten nach oben. Schon bald konnte ich eine schöne Aussicht hinunter zum See genießen.
 


Blick auf Torri del Benaco und den Gardasee



Wunderschöne Straße hinauf nach Albisano


Nach einem Flachstück zog die Straße wieder etwas an, allerdings ohne mich wirklich richtig ins Schwitzen zu bringen. Einige Kehren brachten Abwechslung; leider verschwand der See zeitweise aus dem Blickfeld. Umso schöner war die Aussicht dann kurz vor St. Zeno di Montagna (km 24).



Noch ein Blick hinunter
 
In St. Zeno leistete ich mir einen Verfahrer, der mir allerdings einen reizvollen Blick auf den verschneiten Monte Baldo bescherte.


Also wieder einige Kilometer zurück und den richtigen Abzweig Richtung Lumini genommen. In dieses gottverlasssene Nest kommt normalerweise kein Mensch, aber ich musste da hin und mich auf den ersten 2 Kilometern mit richtig knackigen Steigungsprozenten (teilweise jenseits der 15 %) herumschlagen und auch den ersten Gang bemühen (was ich eigentlich sehr selten tue...). Auch passierte ich mit 750 Metern über NN den Hochpunkt dieser Runde (km 28). Ab Lumini führte eine flott zu fahrende Abfahrt nach Caprino Veronese. Von dort aus begab ich mich auf direktem (und weitgehend flachem) Weg nach Bardolino und Lazise, wo in einem Café am Hafen ein Cappu und Aperol Spritz als Belohnung warteten.

 


Am Hafen von Lazise


Höhenprofil


Tour 3: Calmasino - Ronchi - Sega - St. Ambrogio di Valpolicella - Fumane - Fosse - Peri - Canale - Zuane - Bardolino - Lazise - Calmasino (78 km, 1400 Hm)

Diese Runde führte mich auf die andere Seite des Etschtals in eine weitgehend unbekannte Gegend und hatte, was Länge und Höhenmeter betrifft, für Mitte April doch schon recht anständige Werte parat. Der einzige, aber sehr lange Anstieg erstreckte sich in mehreren Stufen über 22 Kilometer und ließ mich knapp 900 Höhenmeter überwinden.
Zunächst aber gings Richtung Valpolicella (Richtig! Die Weingegend!) auf hügeligem Terrain. Bei Sega überquerte ich die Etsch.



Vor dem Ort Fumane begann der Anstieg. An einer Straßenkreuzung (vor der Grundschule) ist der Endpunkt, das Städtchen Fosse, ausgeschildert.



Wie so oft bugsierte mich auch in diesem Fall eine meist zypressengesäumte Kehrengruppe (7 Serpentinen) einen Hang hoch. Toll zu fahren, da nie sonderlich steil (meist so um die 6 %).


 
Blick zurück ins Valpolicella

Während des kompletten restlichen Anstiegs musste ich leider auf weitere Haarnadelkurven verzichten. Was blieb, war die stets humane Steigung, wie geschaffen für eine Tour im April. Die Landschaft wechselte von mediterran zu lieblich-maritim; Weinreben, Olivenbäume und Zypressen wurden zunehmend von Obst- und anderen Laubgehölzen abgelöst.  Die hügeligen Südausläuder der Alpen reichen hier bis ca. 1500 m und sind oft bis oben bewaldet.


Auf jeden Fall durchfuhr ich eine gottverlassene Gegend mit nur wenigen Dörfern. Sehr zu meiner Freude zeigte sich diese Tatsache auch darin, dass mir kaum Autos und kein einziges (!)  Motorrad begegneten.
Wenige Kilometer vor dem Hochpunkt der Tour machte ich eine wohlverdiente Rast in der einzigen Bar des Dorfes Breonio. Der Preis für einen Cappu und ein Aqua spricht Bände (vor allem, wenn man ihn mit denen der Lokale am Gardasee vergleicht)!


Urige Kneipe
 

Preise, niedriger als in Oberfranken!

Nach 22 Kilometern Anstieg war dann der Ort Fosse erreicht. Ist wohl im Winter ein Platz für Skifahrer; mir präsentierte er sich schlicht und einfach trist.

Ortseingang von Fosse

Ein Hammer war dafür die Abfahrt runter ins Etschtal nach Peri. Auf 9 Kilometern lässt man hier knapp 900 Höhenmeter liegen. Erst gehts kerzengerade nach unten, dann sorgen 10 Kehren (teilweise sehr eng!) für großen Fahrspaß (wobei allerdings die Scheibenbremsen fast zum Glühen gebracht werden). Bei zeitweise 15 % Gefälle auch kein Wunder. Leider verhindert Buschwerk auf fast der gesamten Strecke einen spektakulären Blick nach unten.

Beginn der Abfahrt: kerzengerade
 
Blick ins 800 Meter tiefer gelegene Etschtal
 

Das Schild zeigt es überdeutlich: 15 %!

Ab Peri fuhr ich dann auf dem Etschtalradweg am Etschkanal entlang bis zum Ort Canale.

Etschtal-Radweg

Über Zuane, Coletto und Albaré Stazione gönnte ich meinen mittlerweile doch recht müden Beinen noch ein paaar Höhenmeter und kam schließlich in Bardolino wieder am Gardasee an.

Schöne, zypressengesäumte Kehren hinunter nach Bardolino

 
 

 
  Letztes Update: 08.07.2019
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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