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  Gampenjoch - Mendelpass 23.04.2018 20:55 (UTC)
   
 

Gampenjoch (1518 m) - Mendelpass (1360 m)


Der Auftakt meines Südtirolaufenthaltes sollte mich über zwei bereits vertraute Pässe führen. Denn diese Runde war ich in leicht variierenden Versionen bereits zweimal gefahren, allerdings in umgekehrter Richtung. Somit war es doch irgendwie radfahrtechnisches Neuland, welches ich betrat.
Start war diesmal in Lana; einen Parkplatz fand ich unweit der Ausfahrt von der Schnellstraße Meran - Bozen. So blieben bis zum Beginn des Anstiegs zum Gampenjoch noch 4 Kilometer zum "Einrollen" was aber angesichts des horrenden Autoverkehrs nicht unbedingt großen Spaß machte.
Der Anstieg zum Gampenjoch hat es - im Gegensatz zu seinem Pendant von der anderen Seite - wirklich in sich. Auf 17 Kilometern werden mehr als 1200 Höhenmeter überwunden, das aber auf eine sehr angenehme Art. Nirgends werden nämlich die 9 % Steigung überschritten, in der Regel sind es um die 7 %. Ein äußerst gleichmäßiger Anstieg also, dem nur eins fehlt: Kehren. Serpentinenfreunde werden hier also nicht beglückt; dafür erfreut die gesamte Strecke mit gutem Straßenbelag und schönen Panoramablicken hinab ins Etschtal. Vier kurze Tunnels trüben den Fahrspaß nicht, ebensowenig der KFZ-Verkehr. Der hält sich nämlich in engen Grenzen. Und weil vor allem die zweite Hälfte vorwiegend im Wald verläuft, stirbt man auch an ausgeprägten Sommertagen nicht den Hitzetod.



Blick ins Etschtal Richtung Bozen. Gegenüber der Ritten



17 km und 1200 Höhemneter sind geschafft!

Die Abfahrt hinunter nach Fondo ist 14 km lang, doch man verliert nur knapp 500 Höhenmeter. Ich hatte bereits nach 2 Kilometern das Gefühl, die Abfahrt sei zu Ende, denn nunmehr verlief die Straße fast eben. Nach rechts öffnete sich immer wieder ein toller Blick Richtung Brenta. Schnell war ich unten in Fondo, wo der kurze Anstieg zum Mendelpass seinen Ausgang nimmt.



Blick in Richtung Brenta

Dieser Anstieg ist nur knapp 7 Kilometer lang und bis auf ein kurzes steileres Stück im Mittelteil wunderbar und auch mit einem größeren Gang zu befahren. Dazu erfreute mich ein sehr guter, teils nagelneuer Straßenbelag. Auffällig war, dass sich diese Straße auch im Frankenwald oder Fichtelgebirge befinden könnte, ist er doch fast ausschließlich von Nadelbäumen gesäumt. Schnell war ich also oben an der Passhöhe und gönnte mir erstmal eine Cappuccinopause.


Mendelpass: Passhöhe

Die Abfahrt begann mit 9 eng aufeinanderfolgenden Kehren; nach der vorletzten hat man einen tollen Ausblick zum Kalterer See und ins Etschtal. Diesen musste ich unbedingt fotografisch festhalten.



Enge Kehren unterhalb der Passhöhe


Phantastischer Blick Richtung Kalterer See und die Dolomiten


Bozen (links) und Eppan (rechts unten) unter azurblauem Himmel

Dann folgte der Abschnitt, wo die Straße ausgesetzt in den Fels gesprengt wurde - phantastisch. Der Rest verlief meist durch den Wald und ich konnte es so richtig schön laufen lassen. In Eppan angekommen, fand ich mich schnell auf einen Radweg wieder, der mich, nicht mehr wissend, wo ich mich befinde, schnurstracks nach Bozen beförderte.
Nach einigem Herumgefrage fand ich dann aber den Etsch-Radweg, auf dem ich (angetrieben vom Rückenwind) nach knapp 20 Kilometern zu meinem Ausgangspunkt zurückkehrte.



Super Radweg entlang der Etsch

Alles in Allem eine 4-Stunden-Tour mit über 80 Kilometern und 1600 Höhenmetern. Der Gampenjoch-Anstieg ist wirklich anspruchsvoll, der landschaftliche Genuss insgesamt von der allerbesten Sorte!


Höhenprofil

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  Letztes Update: 01.04.2018
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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