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  Fränkische Schweiz 16.12.2017 05:19 (UTC)
   
 

Touren in der Fränkischen Schweiz



Kleinziegenfelder Tal

Die Ausfahrt zum Kleinziegenfelder Tal war eine meiner schönsten (und längsten) Touren überhaupt. Bei Kaiserwetter machte ich mich auf die Socken - kaum Wind, Sonne, angenehme Temperaturen. Zuerst die schon x-Fach gefahrene Strecke bis nach Kasendorf, die letzten 10 Kilometer auf der alten, zum Radweg umgebauten Bahnstrecke. Unzählige Radfahrer (-gruppen) waren unterwegs, man hatte viel Spaß. Der war in Kasendorf leider erstmal vorbei, denn nun gings auf 2 Kilometer mit gut 7 % Durchschnitt rauf nach Zultenberg und zum Görauer Anger (tolle Aussicht, wird von Paraglidern gern als Startrampe benutzt). Aber erstmal oben, lässt es sich wunderschön fahren. Die Straße fast eben, nur ganz wenige kurze Steigungen (aber eben auch keine Abfahrten). Ich ließ es mir nicht nehmen, eine kleine Umwegrunde zu den Dörfern Görau (Korbflechtereien!) und Neudorf (wunderschöner, alter Baumbestand) zu drehen, um dann nach wenigen weiteren Kilometern auf die B22 zu treffen. Hier war - wohl weil Sonntag war - auch wenig los, und nach knapp 4 Kilometern bog ich eh wieder ab. Das Dorf Kleinziegenfeld, welches dem nun folgenden Tal seinen Namen gab, liegt wunderschön eingebettet in Felswände und zieht sich an einer gut 500 Meter langen, 16 %igen Steigung (die ich glücklicherweise bergab fahren durfte) entlang. Auf den nun folgenden ca. 6 Kilometern überlegte ich des Öfteren, ob ich anhalten und einfach diese tolle Gegend genießen sollte (bemerkenswerte Felsformationen, alter Baumbestand). Aber das Rad lief, es ging bis nach Weismain stetig leicht bergab, und so sah ich von einer Pause ab.
Ab Weismain ist der Rest der Runde (gut 35 Kilometer) kaum mehr erwähnenswert. Brettlflach, ab Mainklein ständig parallel zur Bahn und zur vielbefahrenen Bundesstraße, aber ein Radweg. Leider plagte mich der mittlerweile aufgekommene starke Ostwind. Die Beine merkte ich jetzt auch gewaltig, aber dank der fehlenden Streckenschwierigkeiten erreichte ich Trebgast ohne Probleme.

Länge: 94 km
Höhenprofil
Streckenverlauf:
Trebgast-Leuchau-Melkendorf-Kasendorf-Zultenberg-Görau-Neudorf-Fesselsdorf-
Kleinziegenfeld-Weismain-Maineck-Mainklein--Kulmbach-Kauerndorf-Trebgast
Bewertung:
Wegen der Länge sehr anspruchsvolle, landschaftlich reizvolle Tour; für weniger Trainierte in diesem Umfang nicht zu empfehlen!
Alternativen:
1) Bis Mainroth fahren und mit dem Zug zurück.
2) Mit dem Zug bis Mainroth und die Strecke umgekehrt bis Kleinziegenfeld und wieder zurück nach Mainroth (ca. 30 km).
3) Das Kleinziegenfelder Tal durchwandern (am besten ab Kleinziegenfeld bis zur Weihersmühle).

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Hollfeld:

Hollfeld war zur Zeit, als ich in Bayreuth wohnte, oft Ausgangspunkt für ausgedehnte Wanderungen (Kainachtal, Sanspareil, Aufseßtal, Plankenfels). Heute ist dem nicht mehr so, aber als Durchgangspunkt für Radtouren eignet es sich allemal.
Die Anfahrt hatte ich über Thurnau (Töpferstadt!) gewählt; bis dorthin verlief die Strecke eher anspruchslos. Das sollte sich dann aber schnell ändern. Nach dem Ortsteil Menchau gings nämlich gut 2 Kilometer mit fast 8 % Steigung nach oben. Auch danach wurde es keine 08/15-Sonntags-Tour, denn es ging ständig auf und ab. Ich konnte keinen Rhythmus finden; dunkle Wolken am Horizont verleiteten mich dazu fast zum Umkehren. Erst als ich kurz vor Hollfeld auf die B22 traf, konnte ich mich während einer gut 3 km langen Abfahrt erholen.
Hollfeld selbst ist kaum der Rede wert, die Ausfallstraßen hat man zu regelrechten Rennstrecken ausgebaut. Nach 2 km Richtung Stadelhofen bog ich dann rechts ab, und eine 500 Meter lange Gefällstrecke (15 %) brachte mich nach Kainach, wo der schönste Teil dieser Ausfahrt begann. Die Straße nach Wonsees verläuft im Tal der Kainach, eines träge dahinfließendes Bächleins. Vor allem links der Straße begleiteten mich Felsvorsprünge und - vor allem kurz vor Wonsees - die bekannten Wachholderhänge. Die Wachholdersträucher sind für Ziegen und Schafe, die diese Hänge beweiden, ungenießbar, und deshalb bleiben sie stehen.
Nach Wonsees folgte Schirradorf, dann verließ ich dieses liebliche Tal, wobei sich die Steigung in Grenzen hielt. Erwähnenswert ist die neue Umgehungsstraße um Welschenkahl, die wegen der Nähe zur Autobahn gebaut wurde. Eine Rennstrecke! Wer solche Straßen baut, wird Verkehr ernten...
In rasender Abfahrt erreichte ich schließlich Kasendorf, und der Rest der Strecke gehörte dann zu von mir x-mal gefahrenen Touren.

Länge: 83 km
Höhenprofil
Streckenverlauf:
Trebgast-Neudrossenfeld-Langenstadt-Hutschdorf-Thurnau-Menchau-Großenhül-
Fernreuth-Hollfeld-Kainach-Wonsees-Schirradorf-Welschenkahl-Kasendorf-
Melkendorf-Leuchau-Trebgast
Bewertung:
Für einen Familienausflug mit Sicherheit nicht zu empfehlende Tour (viele kurze, nervende Steigungen zwischen Thurnau und Hollfeld); als Trainingsstrecke für Ambitionierte optimal.
Alternativen:
Es gibt keine Zuganbindung; lohnenswerte längere Teilstrecken fürs Rad gibts kaum. Tipp: Das Kainachtal (Hollfeld - Wonsees) durchwandern!






Gottesgarten:

Wenn irgend jemand noch irgendwelche Zweifel an der Schönheit unserer oberfränkischen Heimat hat, soll er sich doch mal die nicht ganz zu Unrecht als "Gottesgarten" bezeichnete Gegend um Bad Staffelstein und Lichtenfels anschauen. Hier findet man Natur- und Baudenkmäler der ganz besonderen Art, und wer es schafft, die Bausünden der Neuzeit (Autobahn!) zu ignorieren, kommt hier auf seine Kosten.
Auch der radfahrende Zeitgenosse kann hier die Genüsse seiner Sportart in vollen Zügen ausleben; je nachdem, welche Tour er sich heraussucht, ist aber mehr oder weniger ausgeprägte körperliche Fitness Voraussetzu
ng, denn je nach Planung kann er Steigungen von über 10 km Länge oder auch mit Prozenten bis 20 % in sein Programm einbauen.
Ich wählte als Startort Schederndorf auf der Höhe der Fränkischen Schweiz, weil man sich dort nach überstan
denen Strapazen in einem tollen Biergarten verköstigen kann. Die ersten knapp 10 km  gings wellig über Gräfenhäusling, Wattendorf und Kümmersreuth, bevor den Freund der gepflegten Abfahrt ein nicht weniger als 13 km langes Downhill-Erlebnis bis hinunter nach Bad Staffelstein erwartet. Zunächst mit 10 % Gefälle, dann flacher, aber immer schön bergab, brauste ich, vorbei am Staffelberg, in Richtung der Bäderstadt.


Staffelberg, von Horsdorf aus gesehen

Staffelstein umrundete ich auf der Umgehungsstraße, bevor mich der erste wirkliche Härtetest erweartete: Die Auffahrt nach Kloster Banz. Ein Schild warnte mich vor 20 % Steigung auf einen Kilometer, aber die Spitzen werden wohl nur die letzten 300 Meter erreicht. Es reichte trotzdem...



Kloster Banz, mit dem Beginn der Rampe



Kurz vor dem Kloster Banz

Dann eine schöne Abfahrt hinunter, wo ich durch einen "Verfahrer" wieder auf meiner Herkunftsstrecke landete. Die anschließenden Kilometer waren nicht unbedingt toll, die obligatorischen Gewerbegebiete und die Autobahn haben ihre Narben in der Landschaft hinterlassen.



Nochmal der Staffelberg, von Hausen (auf der anderen Seite
des Maintals) aus gesehen

 
Dies änderte sich ab dem Örtchen Grundfeld aber schlagartig. Dort zweigt die Straße zum Kloster Vierzehnheiligen ab, die zunächst - wohl wegen der Touristen- und Buskolonnen - noch sehr großzügig ausgebaut ist. Trotzdem gings mit 10 % und mehr bis zum Kloster bergauf.



Kloster Vierzehnheiligen, mit leider eingerüsteten
Kirchtürmen

Dort hört die Straße aber nicht auf (wie in den Karten verzeichnet), sondern führt - stark verengt - zunächst flach, dann nochmals mäßig ansteigend ins 10 km entfernte Lahm weiter. So wieder auf der Hochfläche der Fränkischen Schweiz angekommen, radelte ich die letzten 14 Kilometer nach Schederndorf zurück und gönnte mir dort im Brauereigasthof Will eine zünftige Brotzeit.



Brauereigasthof in Schederndorf, mit wunderschönem Biergarten



Hier gibts den Lohn für die vorhergegangenen Strapazen...

Länge: 55 km
Höhenprofil
Streckenverlauf:
Schederndorf-Gräfenhäusling-Wattendorf-Kümmersreuth-End-Loffeld-Bad Staffelstein-Kloster Banz-Bad Staffelstein-Grundfeld-Vierzehnheiligen-Lahm-Wattendorf-Gräfenhäusling-Schederndorf
Bewertung:
Eine landschaftlich wunderschöne, aber recht anspruchsvolle Tour. Die Steigungen hoch nach Vierzehnheiligen und erst recht zum Kloster Banz sind für Untrainierte nicht zu schaffen. Insgesamt 850 Höhenmeter - das klingt nicht zu dramatisch!
Alternativen:
Mit dem Zug nach Lichtenfels und von dort auf den zahlreichen Radwegen im Maintal fahren - auch für Familien bestens geeignet. MTB-Fans sei ein Abstecher zum Staffelberg empfohlen (tolle Aussicht!).





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  Letztes Update: 02.10.2017
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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