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  Stilfser-Joch-Radtag 22.10.2017 04:27 (UTC)
   
 

Stelvio Bike Festival

Das Highlight meiner Radsaison sollte wieder die Fahrt hoch zum Stilfser Joch anlässlich des Radtages am 1.9. werden. Was herauskam, war eine Erfahrung der ganz anderen Art und bestenfalls ein "Franzenshöhe-Bike-Day". Die letzten 6 Kilometer bis zum Pass mit ihren legendären 22 Serpentinen waren nämlich gesperrt - wegen Schnees!
Nachdem ich in der ersten Wochenhälfte bei Temperaturen um die 30 Grad gehörig schwitzte, kündigte sich schon während meiner Fahrt hoch zum Penser Joch Ungemach an: Ein Wettersturz war angesagt - aber einen dieser Art hatte ich noch nicht erlebt. Auf der Heimfahrt von Sterzing nach St. Leonhard (zum Glück mit dem Auto!) kam ich auf dem Jaufenpass in ein schweres Gewitter. Danach schüttete es die ganze Nacht wie aus Kübeln. Ich wechselte am folgenden Tag mein Quartier, und als ich in Prad ankam, zeigte das Thermometer 9 Grad an - 20 Grad weniger als noch zwei Tage vorher.
Neugierig geworden, fuhr ich mit dem Auto Richtung Stilfser Joch. Der Pass war noch offen, aber als mir ein Schneepflug entgegenkam, wusste ich: Das wir nichts morgen! Ich schlingerte mich noch bis zur Franzenshöhe, schoss ein Foto, und war froh, unbeschadet wieder runter nach Prad zu kommen. Dort waren alle Vorbereitungen für das Radfahrerfest getroffen, und keine 10 Unentwegte verloren sich auf dem Festplatz im Ortskern.


Franzenshöhe, 31.8.12. Die Kehren hoch zum Pass sind nur schemenhaft
zu erkennen!

 
Am nächsten Tag klarte es am Vormittag auf, und alle Berge rundum waren mit Schnee überzuckert. Aber saukalt wars. Also noch warten bis Mittag. Ich packte mir alles, was ich an warmen Klamotten hatte, in den Rucksack und fuhr los - mir kurzem Trikot und kurzer Hose. Selbstverständlich fing es noch im Ortsbereich von Prad wieder das Regnen an und hörte bis zur Franzenshöhe nicht mehr auf.


Nur wenige Unentwegte verloren sich in Prad
 
Über den Anstieg habe ich schon genug geschrieben, aber dieses Mal war die Atmosphäre so eigenartig, das es schon wieder irgendwie schön war. Im gegensatz zum Vorjahr waren kaum Radler unterwegs. Ich fuhr am Stück bis zur Franzenshöhe hoch - dort war die Straße gesperrt, aber einige ignorierten dies und fuhren trotzdem auf eigenes Risiko weiter.


Finito! Aber einigen war das egal und sie fuhren trotzdem weiter!
 
Ich selber zog mich schnellstmöglich um - hier oben lagen die Temperaturen bei unter 5 Grad. Und ahnte nicht, dass das Schlimmste noch vor mir liegen sollte. Ich musste ja wieder hinunter!


Schnee und Rennräder - welcher Kontrast!


Blick hoch zum verschneiten Pass


Bekleidet wie zum Skilanglauf - das "Franzenshöhe-Passfoto"
 
18 Kilometer Abfahrt bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, mit patschnassen Radfahrhandschuhen und durchweichtem Schuhwerk. Nach 2 Kilometern musste ich erstmals anhalten, meine Finger waren fast abgefroren. Das wiederholte ich mehrfach, weil ja auch die Bremsen wegen der nassen Straße nicht richtig griffen, was die Finger zusätzlich strapazierte. An den Verpflegungsstationen gab es statt kalter Getränke Punsch (alkoholfrei!), und die Radler nutzten dies zum Aufwärmen, auch der Hände. Der Galgenhumor feierte fröhliche Urständ.
Unten angekommen war ich komplett durchweicht - nichts als unter die heiße Dusche. Auf dem Festplatz war eh nichts los. Ich bedauerte die Radsportfreunde, die ausschließlich wegen dieser Veranstaltung nach Südtirol gefahren waren.
Aber nächstes Jahr gibt es ja wieder einen Stelvio-Bike-Day! Und da sehen wir uns, so Gott will, alle wieder.
..

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  Letztes Update: 02.10.2017
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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