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  Mendelpass - Gampenjoch 18.11.2017 08:08 (UTC)
   
 

Mendelpass (1363 m) / Gampenjoch (1518 m)


Den Abschluss meiner Radsaison 2009 sollte eine Rundtour im Grenzgebiet Südtirol / Trentino über den Mendelpass und das Gampenjoch bilden. 75 Kilometer und über 1800 Höhenmeter hören sich dabei recht anspruchsvoll an. Das war es auch, allerdings erwies sich diese Runde wegen der Schönheit der Landschaft und auch aufgrund nicht weniger Fotopausen als nachmittagsfüllende Genusstour, die ich jedem nur halbwegs ambitionierten Radler absolut empfehlen kann. Leider hatte ich mit dem Wetter etwas Pech: Zwar blieb es trocken, doch beeinträchtigten starker Dunst und Hochnebel die Fernsicht enorm (was mich dann davon abhielt, auf den für seine atemberaubende Aussicht bekannten Mt. Penegal unweit des Mendelpasses zu fahren).
Als Startort wählte ich Nals, das ungefähr auf halber Strecke zwischen Meran und Bozen liegt (der Ort ist an der Ausfahrt Vilpian der Schnellstraße ausgeschildert). Dort gibt es zwei größere Parkplätze, die offensichtlich meist frei sind. Die ersten Einroll-Kilometer nach Eppan führten mich auf fast immer leicht abfallender Straße durch Wein- und Apfelplantagen (ein Teil der Strecke nennt sich tatsächlich "Südtiroler Apfelradweg").


Auf dem "Südtiroler Apfelradweg". Äpfel (links) und Wein (rechts)
in voller Reife

 
In Eppan musste ich mich Richtung Kaltern halten; leider nahm dann der Verkehr schlagartig zu (ich befand mich auf der "Südtiroler Weinstraße"), sodass bis zur Abzweigung zum Mendelpass, die man auf halber Strecke zwischen Eppan und Kaltern erreicht, das Radeln überhaupt keinen Spaß mehr machte.
Das änderte sich dann aber schnell wieder. Auf nagelneuem Asphalt führte die Straße auf den ersten Kilometern mit nur geringer Steigung in weit ausladenden Kurven nach oben. Dann verschwand sie im Wald; ich fand einen guten Rhythmus und kurbelte in (für mich) erstaunlicher Geschwindigkeit nach oben. Ab und zu konnte ich einen Blick hinunter nach Kaltern und seinem See erhaschen, was ich sofort fotografisch festhielt.


Leider getrübt: Der Blick hinunter nach Kaltern
 
Bis in ca. 1100 Meter Höhe machte der Anstieg dann landschaftlich nichts Besonderes mehr her. Doch dann - ein Streckenabschnitt wie im Hochgebirge. Die Straße tritt aus dem Wald heraus und führt fast schnurgerade an einer Felswand entlang. Teilweise waren Sprengungen erforderlich, um dieses Stück bauen zu können. Von hier hat man bei schönem Wetter bestimmt eine tolle Aussicht hinunter ins Tal und in Richtung Dolomiten, aber an diesem Tag war mir - wie oben bereits erwähnt - der Wettergott nur zum Teil wohl gesonnen.


 
Bis zur Passhöhe war es dann noch ein munteres Geschlängel von insgesamt 9 Kehren, die - wieder im Wald verlaufend - mit nur geringen Steigungsprozenten hinaufführten.





Dieses schöne Schild begrüßte mich am Mendelpass
 
Der Mendelpass selber ist eine Ortschaft mit gleichem Namen mit Hotels, Gasthäusern und Souvenirläden. Für meinen Geschmack hielt sich dessen Attraktivität in Grenzen, sodass ich nur für ein paar Fotos innehielt und mich schnell auf die Abfahrt hinunter nach Fondo machte. Auf nur 8 Kilometern und sehr unspektakulärem Straßenverlauf ließ ich knapp 400 Höhenmeter liegen, um dann sofort mein zweites Tagesziel, das Gampenjoch anzugehen.
Dieser Anstieg ist das, was jeder einigermaßen trainierte Radler wirklich als "angenehm" bezeichnen kann. Zwar 13 Kilometer lang, aber nur 530 Höhenmeter überwindend, wartet er mit einer Höchststeigung von knapp über 5 % auf. Tempobolzer ziehen ihn sicherlich mit dem großen Kettenblatt hoch, ich beließ es aber beim mittleren. Dabei gab es immer wieder reizvolle Motive, welche ich im Bild festhalten konnte.


Blick von einer Brücke in die Schlucht des Lochmanntals



Ist das nicht schön? Solch ein Name für eine Gemeinde!
 
Auf der Passhöhe traf ich dann eine Truppe gutgelaunter Holländer, die dann auch gerne das obligatorische "Passfoto" schossen.


Letzter Pass für 2009!
 
Warum diese etwas außer Puste waren, wurde mir schnell klar. Sie kamen nämlich von der anderen Seite, und da hat das Gampenjoch schon ganz andere Anforderungen zu bieten: Mir stand aber bis Nals eine über 20 km lange, rasende Abfahrt mit dem Unterschied von fast 1300 Höhenmetern bevor. Zum Abschluss nochmal richtig laufen lassen...das war super. Vor allem die letzten Kilometer von Prissian bis zu meinem Ausgangspunkt hatten es mit einem Gefälle von über 14 % in sich.


Blick von halber Höhe hinab ins Etschtal. Hinten ist Bozen zu erkennen.



Gibt es ein schöneres Motiv für den Spätsommer in Südtirol?
 
Damit hatte es sich dann aber auch für die Alpen-Radsaison 2009. Eine schöne Schlussrunde (landschaftlich toll, überall guter Straßenbelag, vorbildliche Ausschilderung), die für das nächste Jahr Lust auf mehr machte.

Höhenprofil:
 
Dieses Profil wurde mit dem Rennrad-Tourenplaner von www.quaeldich.de erzeugt. Touren planen im Online-Tourenplaner

Höhenprofil Mendelpass

Höhenprofil Gampenjoch

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  Letztes Update: 02.10.2017
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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