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  Staller Sattel 22.10.2017 04:24 (UTC)
   
 

Staller Sattel (2052 m)

Die erste gemeinsame Tour unserer diesjährigen Alpen-Radwoche sollte uns zum Staller Sattel führen. Dieser Pass verbindet das Südtiroler Pustertal mit dem Iseltal aud österreichischer Seite. Der Anstieg ist dabei knapp 23 Kilometer lang und überwindet ungefähr 1000 Höhenmeter. Und ist, das sei gleich vorweggenommen, landschaftlich äußerst reizvoll, von hervorragender Fahrbahnqualität und in sportlicher Hinsicht nicht ganz ohne (vor allem die letzten 7 Kilometer haben es durchaus in sich).
Die ersten 20 Kilometer aber mussten wir von Toblach aus meist auf der SS 49 fahren, was während der Hauptferienzeit nicht eben ein Genuss ist. Zum Glück gabs aber Ortsdurchfahrten und kurze Radwegabschnitte, wo wir uns den Autokolonnen entziehen konnten. Da es meist leicht bergab ging, brachten wir dieses Stück - teils im Regen (was in uns Gedanken zur Umkehr aufkommen ließ) - aber recht flott hinter uns.
Nach dem Abzweig ins Antholzer Tal bei Niederrasen ließ der Verkehr dann schlagartig nach. Uns erwartete dann auch gleich ein kurzes steileres Stück, welches wir aber problemlos überwanden. Danach rollte es sich leicht auf fast ebener Strecke dahin; erst hinter Antholz Niedertal nahm die Steigung dann spürbar zu, was mich erstmals so etwas wie einen "Berggang" einlegen ließ. Dennoch erreichten wir schnell den Antholzer See und das Biathlonstadion in ca. 1600 Metern Höhe.


Die Biathlonanlage in Antholz. Hier finden jedes Jahr
Weltcupwettbewerbe statt.

 
Ab hier änderte sich das Gesicht der Strecke schlagartig. Befanden wir uns bis dato auf einer breiten, gut ausgebauten Straße, die hauptsächlich durch Wiesengelände führte, wurde die Fahrbahn (jetzt vollständig im Wald) nun spürbar schmaler, und zu Beginn des Schlussanstiegs muss sogar eine Ampelregelung verhindern, dass sich auf der nunmehr kaum 3 Meter breiten Straße keine zwei Fahrzeuge begegnen.
 

Ampelregelung vor dem Schlussstück
 
Was für uns Radler das Vergnügen nach sich zieht, praktisch ohne von motorisiertem Verkehr gestört zu werden, zur Passhöhe hochzukurbeln. Wer einmal die Motorradeskapaden am Timmelsjoch oder auf der Sellarunde mitgemacht hat, wird diese Ruhe zu schätzen wissen.
Allerdings wurde es nun auch recht anstrengend, denn über mehrere Serpentinen (die bis dahin gänzlich gefehlt hatten) zieht sich die Straße nun den Hang hoch. Die Steigungsprozente übertreffen dabei des öfteren die 10%-Marke, aber immer nur auf kurzen Abschnitten. In den oberen Kehren wurde es dann wieder deutlich flacher, sodass ich in einem für eine Passauffahrt doch recht frischen Zustand oben ankam.


Serpentinen im oberen Bereich der Staller-Sattel-Straße
 
Dort erwarteten mich unser Bergkönig Andi, eine Hütte zur Stärkung und Sonnenschein. Zum Glück hatten wir die Tour wegen des Regens weiter unten nicht abgebrochen. Die Aussicht hier oben zum Hochgall und Wildgall sowie hinunter zum Antholzer See in einer ruhigen Bergwiesenlandschaft entlohnte für alles.


Ronald und ich auf der Passhöhe


Blick hinunter zum Antholzer See
 
Auf der Abfahrt war dann wegen der engen Straße und den vielen Kehren Vorsicht angesagt. Nachdem wir uns die Biathlonanlage angeschaut hatten, konnten wir es aber auf der nun breiten, fast kerzengeraden Straße so richtig laufen lassen.


Ronald auf der rasenden Abfahrt
 
Und zurück nach Toblach gings in einem tollen Dreierzug, in dem wir eine für uns ungeahnte Durchschnittsgeschwindigkeit erreichten.
Am Ende stand dann eine Tour mit über 80 Kilometern, die sich in jeder Beziehung gelohnt hatte.

Höhenprofil

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  Letztes Update: 02.10.2017
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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